Mit dem "Swing when you're winning"-Album und dem dazugehörenden Konzert in der Royal Albert Hall hat der einstige Boygroup-Sänger Robbie Williams sich einen Lebenstraum erfüllt.
Er sang die Swing-Songs, die seine Mutter während seiner Kindheit oft hörte und die dabei auch seinen Musikgeschmack prägten. Der Einstieg ins Album ist mit "I will talk and Hollywood will listen" aber erst mal keinem der Klassiker rund um das Rat Pack gewidmet, sondern eine eigene Komposition, in der Williams mit den ganzen Gerüchten um eventuelle Beteiligungen an großen Kinofilmen spielt. Lange Zeit gab es ja unter anderem Gerüchte, dass Robbie Williams als neuer James Bond im Gespräch sei.
Spürbaren Spaß hat der Entertainer vor allem bei den mitreißenden Stücken wie "Mack the Knife, "Ain't that a kick in the head", oder "Beyond the sea", das als Hidden Track auf der CD enthalten ist. Die spitzbübische Freude, die er beim Singen hatte, kann man fast bildlich vor Augen sehen. Da sich die Freude gleich um eine mehrfaches vergrößert, wenn man sie mit anderen teilt, hat Robbie sich auch noch ein paar Kollegen zum Duett eingeladen.
So singt er mit Saturday Night Live Comedian Jon Lovitz das heitere "Well, did you evah", mit seinem alten Kumpel Jonathan Wilkes trägt er "Me and my shadow" vor und Nicole Kidman und er schmachteten sich in "Something stupid an. Während die Herren während des Konzertes professionell ihren Mann standen, sagte Miss Kidman jedoch wenige Minuten vor der Show ab. Somit war "Absolutely Famous"-Darstellerin Jane Horrocks die einzige Dame an diesem Abend, die Williams zum Duett bitten konnte und was dann auch zu einer sehr charmanten Version von "Things" führte.
Und als Krönung der CD gibt es dann auch noch ein Duett zwischen Robbie und dem zu der Zeit bereits verstorbenen Mr. Frank Sinatra himself. Die Technik macht es möglich. Und gerade bei diesem Song merkt man, dass es passt zwischen den Küπnstlern. Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davies Jr. und Robbie Williams hätten sich bestimmt prächtig verstanden. Sie alle hatten Charme in der Stimme und Spaß auf der Bühne.
"Swing when you're winning" vereint das Quartett nun postum und sorgt für mächtig gute Laune beim Zuhören. Wer hier nicht mit den Füßen mit wippt und zumindest die Versuchung verspürt, mit den Fingern zu schnippen, muss schon ein großer Swing-Verächter sein.
Zuschauer-Redakteur: Michael Tomiak


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