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Freitag, den 05. August 2011 um 10:20 Uhr

VIDEO-REZENSION THE CITY - PATRICK WOLF

Das Schöne an Musik ist, sie löst Glücksgefühle aus, ohne dass es einen realen Anlass dafür geben muss.

the city - patrick wolfSo löst das bloße Zuschauen des Musikvideos „The City“ Sommergefühle aus. Der britische Multiinstrumentalist Patrick Wolf nimmt uns in herrlich unprätentiösen und sehnsuchtsvollen Bildern direkt mit an den Strand. Umringt von schönen Menschen zelebriert er hier die sommerliche Leichtigkeit des Seins. Vergessen ist die kalte Stadt mit Ihren Wolkenkratzern, regen Geschäftstreiben und einem von Erfolg getriebenen Leben, das in kurzen Sequenzen immer wieder dazwischenfunkt.

„Won’t let the city distroy our love“, heißt es in den melancholischen Lyrics. Der Sänger pfeift hier auf ein Vorzeigeleben mit steiler Karriere, dickem Auto und eigenem Haus: „It’s not about the debts you made, the car we never had“. Wake up! Die Sonne am Strand von Santa Monica geht gerade auf. Patrick Wolf schlendert im feinen Anzug am Wasser in den frühen Morgen. Im Hintergrund liegt am Pier ein Unterhaltungspark als Zeichen für schnelles Amüsement und oberflächliche Glücksmomente.

Der Videoclip ist inszeniert wie Werbevideos  amerikanischer Modelabels: Perfekt gestylte, junge Menschen tanzen und lachen um den Sänger und sein in den Sand gesetztes Klavier. Die Botschaft des an den Synthie-Pop der 80er Jahre anmutenden Song bleibt in seiner Zweideutigkeit eindeutig: Versuche das Leben in seiner Einfachheit zu genießen. Lass Dich nicht von Nichtigkeiten leiten oder gar runterziehen. So einfach kann das gute Popmusik formulieren.

„Lupercalia“ ist übrigens schon das fünfte Album des jungen Engländers, der sich mit einer Mischung auf Folk und Elektronik bei den Kritikern bereits seit 2003 positives Gehör verschafft.

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