Samy Deluxe hat eine chronisch große Klappe, aber zum Glück auch großes Talent.
"Tiefsinnige Lyrik meets Phrasengedresche" beschreibt er selbst seine Methode in "Hände hoch". Damit geht "Schwarzweiss" noch einen Schritt weiter als "Dis' wo ich herkomm"; das Album versucht nicht, den Wohlfühlplatz zu finden, sondern ist ein Bekenntnis zur eigenen Kompliziertheit.
Damit ist das Album inhaltlich eigentlich nicht weniger schwerwiegend als das vorige und wirkt trotzdem leichter, verspielter. Ego und Emotionalität kommen selten so zusammen wie bei Samy Deluxe. Das persönliche Informationsupdate - Vater gestorben, Sohn in die USA gezogen - ist fast schon Ehrensache, ebenso wie der Mix aus knallharten Raps und gesungenen Passagen oder ganzen Songs (wie "Eines Tages").
Und selbst wenn Samy Deluxe sein soziales Engagement nicht zwangsläufig mit seiner Musik verbunden wissen will - außen vor lässt er es auch nicht.



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