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Donnerstag, den 03. November 2011 um 16:45 Uhr

PETER LICHT - DAS ENDE DER BESCHWERDE

Er wollte den Kapitalismus abschaffen und ist damit gescheitert, doch seine Protestsongs hat Peter Licht trotzdem weiter gesungen. Bis jetzt.

PeterLichtAuf seinem fünften Album enden die Beschwerden im Pop, denn so eingängig, so kantenlos klang der Kölner Künstler nie zuvor. Das mag für die besungenen Produktwelten in Songs wie "Begrabt mein iPhone an der Biegung des Flusses" durchaus folgerichtig sein, und es passt auch zu seiner Erkenntnis, mit jeder noch so radikalen Änderung der Lebensweise doch nur wieder dem kapitalistischen System zuzuarbeiten. Trotzdem täuscht PeterLicht die Abkehr von Gesellschaftkritik nur an, denn nicht zuletzt das Eröffnungsstück "Sag mir, wo ich beginnen soll" und das sperrige Zwischenspiel "Fluchtstück" belegen, dass bei PeterLicht natürlich auch die Anbiederung doppelbödig gehört werden muss. Nach und nach offenbaren sich selbst in den verdammt nah am Schlager gebauten Mainstreampopsongs kleine Widerhaken. Und dann verzeiht man PeterLicht sogar, dass er für die aufgezeigten Widersprüche (natürlich) auch keine Lösung hat.

 

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