Nada Surf sind immer dann am besten, wenn man sie eigentlich schon abgeschrieben hat.
2002 befreiten sie sich aus der Collegerockfalle und veröffentlichten mit "Let go" ihr Meisterwerk, und jetzt ging es immerhin darum, für das schwache letzte Studioalbum "Lucky" von 2008 zu entschädigen. Das Trio um Sänger und Songwriter Matthew Caws hat die Schwachstellen erkannt: Weil "Lucky" zu glatt, zu routiniert war, haben sie "The Stars ..." im Hauruckverfahren geschrieben und aufgenommen. Gleich das Eröffnungsstück "Clear Eye clouded Mind" rockt, wie man es Nada Surf nicht mehr zugetraut hätte. Zumal sie ihre größte Stärke dafür nicht opfern, denn erneut mischen sie ihrem schwelgerischen Indierock so viele Hooks unter, dass fast jeder Song als Clubhymne taugt. Und damit ist dieses Album ein erneuter Befreiungsschlag. Und ihr zweitbestes.



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