33 Jahre liegen zwischen Kate Bushs Debüt "The Kick inside" und "50 Words for Snow". Zeit, in der die 53-Jährige Popmusik geprägt hat wie keine andere Solokünstlerin.
Diesmal brauchte sie "nur" sechs Jahre für ein neues Album, für 65 Minuten Musik in sieben Stücken. Es sind majestätische Zeitlupenjams, makellose Wintermusik, ohne die passende Atmosphäre fast unbegreiflich. Über minimalistischen Meditationen wie "Lake Tahoe" schwebt sie, gönnt den reduzierten Kompositionen meist nur wohldosiert ihre Stimme. Die ist durch unzählige Zigaretten rauchiger geworden, hat aber nichts von ihrer Wirkung eingebüßt. Da mag Elton John beim Duett "Snowed in at Wheeler Street" so gut klingen wie seit 30 Jahren nicht mehr oder ihr Sohn Bertie in "Snowflake" unüberhörbar in die Fußstapfen der großen Mutter treten: Letztlich ist es Kate Bushs Charisma, das ein so karges, gleichwohl dichtes Werk abermals zum Meisterwerk macht. Die Königin ist zurückgekehrt.



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