Legionen von Interpreten, Coverern und Parodisten haben sich des Songmaterials der Hardrocker von AC/DC angenommen,...
Welcher Art und Dosierung müssten wohl die bewusstseinserweiternden Drogen sein, die AC/DCs Jünger bräuchten, um zu verstehen, was Jens Thomas ihnen sagen will? Wo sind sie hin, die megageilen Riffs, wie bangt man Head ohne harte, kerzengerade Beats? Jazzpianist Thomas bewegt sich virtuos auf dünnem Eis, wenn er das lyrische Potenzial der AC/DC-Nummern zum Dreh- und Angelpunkt seines Schaffens macht, wenn er mit Schlafzimmertimbre "I'm TNT, I'm Dynamite" ins Mikro haucht, die ersterbende Trompete Verneri Pohjolas neben sich, mit nur ein paar ätherische Klavierakkorde als Fundament. Funktionieren die Songs, wenn man sie derart konsequent bis zum Stillstand ausbremst? Eindeutig ja, denn "Speed of Grace" bedient ein Publikum, das bevorzugt vom Cocktailsessel aus Musik konsumiert - und wesentlich weniger gern Bierduschen im mosh pit nimmt.



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