Ganze 4 Jahre haben sich Goose Zeit gelassen, um einen Nachfolger zu ihrem 2006 erschienenen Debutalbum zu produzieren.
Das zweite Album “Synrise” ist dann endlich im letzten Herbst erschienen und trotzdem weiterhin attraktiv genug, um eine Besprechung wert zu sein.
Lieferte der Erstling “Bring It On” auf Albumlänge einen Ravekracher nach dem Nächsten und konnte damit der perfekte Soundtrack für einen tanzwütigen Clubabend im Angesicht des eigenen Schweißes sein - so schalten Goose, entgegen aller möglichen Erwartungshaltungen genau dort weiter zu machen, wo man einst aufgehört hatte, auf ihrem neuen Werk einen Gang runter und orientieren sich mehr am Pop und den Synthieklängen der 80iger.
Dies lässt bereits der titelgebende sphärische Opener verspüren und trägt sich auch im weiteren Verlauf entsprechend weiter. Am ehesten knüpfen noch “As Good As It Gets” oder die zweite Singleauskopplung “Can’t Stop Me Now” an die Vorgängerplatte an. Im siebten Track “Words” werfen sie dann über eine piepende Melodie mit Textzeilen wie “Words are violently erupting / Signs are flashing / Bodys talk” um sich.
Inzwischen sind begleitend zum Longplayer diverse Remix EPs erschienen. Dabei haben Acts wie The Bloody Betroots, Paul Chambers oder Feadz ihre Hände an die Originalstücke angelegt. Dies lässt das elektroschlagende Herz etwas leichter verschmerzen lassen, dass “Synrise” dem General Midi weniger huldigen möchte. Zu den Leadtracks sind außerdem drei ästhetisch ansprechende Videoclips entstanden.
Auch wenn es in Belgien die wohl besten Pommes Frites gibt, könnte die Band live, mit dem neuen Album in der Tasche, dennoch ihre Spielzeit von 1 Stunde durchaus weiter nach oben fahren.
Tracklist
01. Synrise
02. Cant Stop Me Now
03. After
04. Like You
05. As Good As It Gets
06. Hunt
07. Words
08. Bend
09. In Cars
10. Staring
Veröffentlichung
15.10.2010
Label/Vertrieb
!K7/ALIVE


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