Seit Dominique Dillon de Byington 2007 erstmals in ihrer Heimat Köln auf der Bühne stand, hörte man immer wieder von ihr.
Allerdings vorwiegend live, zuletzt gar im Vorprogramm von Tocotronic. Die vier Jahre Bühnenerfahrung nutzte Dillon, um ihren Stil bis ins letzte Detail auszudefinieren. Mit Erfolg: Das, was im vergangenen Winter im Clouds Hill Studio in Hamburg entstand, ist unglaublich eigenwillig und charmant für ein Debüt. Im Studio standen ihr Thies Mynther von Phantom/Ghost und ihr Kumpel Tamer Fahri Özgönenc von MIT zur Seite und halfen, die bezaubernde Rohheit ihrer Songs zu erhalten. Allein schon ihre Art zu singen ist besonders: Angst vor Exaltiertheit kennt Dillon keine - und seltsamerweise klingt der mädchenhaft-verschrobene Gesang bei ihr in keiner Sekunde aufgesetzt, sondern stets natürlich. Um den dominierenden Gesang webt sie filigrane Klaviermelodien, verspielte Geräusche und sanfte Perkussion zu Songs, die zwischen Melancholie und dezenter Heiterkeit pendeln. Am Ende, wenn sie uns mit Technobeats aus dem Album wirft, will man am liebsten sofort wieder von vorne anfangen.



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