Das Traumpaar kehrt zurück: 2010 produzierte Kreativkopf Chris Taylor von Grizzly Bear mit Twin Shadows "Forget" eins der spannendsten Debütalben der letzten Jahre.
Bei Taylors neuem Projekt Cant sind die beiden jetzt gleichberechtigte Partner, und der chillige Wavesound des Twin-Shadow-Debüts ist auf "Dreams come true" nur noch für einige Stücke Ausgangspunkt.
Gemeinsam drehen die beiden die Schrauben weiter in Richtung Kammerpop: Mal zerschießen sie einen eingängig verspulten Elektropopsong mit disharmonischen Störern, mal bauen sie einen Song um eine reduzierte Klaviermelodie, mit dem sie der Klaustrophobie von Radiohead in nichts nachstehen. Und dann fahren sie Klarinette, Saxofon und Akkordeon auf, um das Arrangement elektronisch zu vernebeln.
Das mag beim ersten Hören verstören, doch schon bald wird man Songs wie "Too late, too far" oder "Believe" nicht mehr los - und mit jedem Durchgang erhärtet sich der Verdacht, ein künftiges Klassikeralbum zu hören.



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