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Freitag, den 05. August 2011 um 09:41 Uhr

TAKE THAT IM OLYMPIASTADION

Am Freitag hatten Take That einen gefeierten Auftritt vor 68.000 Zuschauern im alterwürdigen Münchner Olympiastadion und beendeten damit ihre “Progress Live 2011” Europatournee.

Nach 15 Jahren der Trennung fanden Take That 2010 in Originalbesetzung wieder für ein Album zusammen. Nachdem Gary Barlow, Mark Owen, Howard Donald und Jason Orange bereits zuvor ein Comeback zelebrierten, folgte darauf nun eine gemeinsame Tour mit dem Gründungsmitglied Robbie Williams.


take thatWie zu erwarten, waren die öffentlichen Verkehrsmittel Richtung Olympiagelände gegen Abend stark frequentiert. Im Stadion selbst hielten sich vor Konzertbeginn die Schlangen an Getränkeständen angenehmerweise im Rahmen und auch der Einlass mit den personalisierten Tickets erfolgte reibungslos. Während des Konzerts musste man leider allerdings Getränkeengpässe und längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Pop-Urgesteine Pet Shop Boys eröffneten den Abend und wurden vom Publikum dafür wohlwollend aufgenommen. Danach spielten Take That circa 30 Minuten lang in Vierer-Konstellation, ausschließlich Songs ihren beiden Alben, die ohne Robbie entstanden sind. Im Anschluss gab Mr. Williams eine 40-minütige Soloshow und als letztes waren dann Take That zu fünft mit ihren größten Hits an der Reihe. Insgesamt wurde das Publikum, inklusive einer Zugabe, so 2,5 Stunden lang von der Band unterhalten.

Wenig verwunderlich war der hohe Frauenanteil, wobei immerhin etwa 1/3 der Besucher männlich gewesen sind. Der Altersdurchschnitt bewegte sich hauptsächlich von Ende 20 bis Ende 30 – eben jene Generation, die mit der Musik groß geworden ist oder ihre Teenagerjahre in den Neunzigern durchlebten. Dementsprechend waren viele im Publikum immer noch sehr textsicher, sowohl was alte Take That Songs anbelangt, als auch die neueren Stücke. Wie damals gehörte auch lautes Kreischen mit dazu – fast als wär man in der Zwischenzeit nicht älter geworden.

Die Band präsentierte sich harmonisch und wagte sich auch zum Abklatschen mit dem Publikum zu den ersten Reihen vor. Die aufwändig produzierte Show erinnerte zeitweise mehr an ein Musical als ein gewöhnliches Konzert.

Fazit: Viele begeisterte Fans, eine breite Auswahl an Liedern aus dem Katalog der Band - und für die, welche nur wegen Robbiiiiiiieee da waren, ein rundes Solo Set des Rock DJ.

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