Im Rahmen ihrer Europa Termine der aktuellen “Don´t You Know We´re Loco Tour” stoppte die Band vergangenen Samstag auch im Feierwerk zu München.
Micky, Paco, Randy und Tito mischen bereits seit Mitte der Neunziger die mexikanische Musikszene mit einer Melange aus Rock und HipHop, gepaart mit sozialkritischen Texten, auf. Rage Against The Machine werden dabei immer gerne als Vergleich heran gezogen.
Schon vor einigen Jahren hatte ich die Band auf einem kleinen Festival bei Ulm das erste Mal live gesehen. 
Wie der Zufall es so wollte, stellen uns Molotov via eines Gewinnspiels freien Eintritt inklusive Backstage Pass und Meet & Greet zur Verfügung. Dieses Angebot nahm man natürlich gerne an.
In der Halle angekommen, sollte man sich auf die Suche nach dem Tourmanager machen, welcher den weiteren Ablauf koordinierte. Marcelo begleitete uns in den Backstage Bereich, wo einem sogleich die ersten Molotov Bandmitglieder rollend auf Skateboards entgegen kamen. Nach Shakehands mit der ‘la Banda’ stellte man sich für ein Gruppenbild zusammen auf. Die Atmosphäre war allseits entspannt und das Bier gut gekühlt. Im Gespräch stellte sich dann zur Überraschung raus, dass Micky unsere Sprache recht gut spricht und seine Frau in Deutschland aufgewachsen ist.
Ihre Jeansjacken für den Auftritt mussten Molotov behelfsweise unter Lampen, so gut es ging trocknen, da der Wäschetrockner den Dienst verweigert hatte. Gegen 21.45 Uhr begab man sich geschlossen wieder nach unten, da der Startschuss zum Konzert in Kürze fallen sollte.
Für das Hansa36 konnte an diesem Abend nahezu ausverkauft vermeldet werden, wobei sich im Publikum zu einem großen Teil Latinos tummelten. Dementsprechend machten Molotov ihre Ansagen nur auf Spanisch. Was aber keine Rolle spielte, denn die Musik spricht schließlich ihre eigene Sprache.
Neben Songs wie “Frijolero”, “Amateur” (einer Adaption des Falco Klassikers Amadeus) spielten MLTV auch die Mitgröhl-Nummern “Voto Latino” oder das damals wegen seiner Lyriks umstrittene “Puto”. Als Zeichen der Sympathie und Heimatverbundenheit schwenkten enthusiastische Fans immer wieder die Nationalflagge Mexikos. Der Song “Gimme The Power” durfte natürlich ebenfalls nicht in der Setlist fehlen, markiert er doch ihren wohl größten Erfolg in Deutschland. Live treten Molotov übrigens gleich mit 2 Bässen auf und tauschen während des Konzertes zwischen Liedern öfters gern ihre Instrumente.
Nach etwa 1,5 Stunden beendeten sie dann ihr Gastspiel, und die Gäste machten sich verschwitzt und hoffentlich glücklich auf den Heimweg. Laut Band gehörte dabei das Münchner Konzert zu den persönlichen Highlights auf ihrer bisherigen Tour – Zitat: “Munich, as always best”. Gemeinsam mit den Jungs von Molotov genehmigte man sich noch einen Abschiedstrunk bevor sie in ihr Hotel fuhren und man sich selbst auf den Weg in Richtung Matratze aufmachte.
An einer neuen Veröffentlichung wird derweil schon eifrig geschraubt. Eine Live DVD/CD mit dem Titel “Desde Rusia Con Amor” soll ihr bisheriges musikalisches Schaffen dokumentieren.
Diskographie:
1997: ¿Dónde Jugarán Las Niñas?
1998: Molomix (Remix Collection)
1999: Apocalypshit
2003: Dance And Dense Denso
2004: Con Todo Respeto
2007: Eternamiente


« IRON MAIDEN LIVE IN MÜNCHEN
splash! FESTIVAL 2011 »